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Geschichte der Versicherung

Die Entwicklung der (Privat-)Versicherung

Die Versicherung ist keine "Erfindung" der Neuzeit, bereits ca. 1800 v. Chr. gab es die erste Haftpflichtversicherung im alten Babylon. Im 8. Jahrhundert wurden dann unter Karl dem Großen Gilden, die z. B. bei Schiffbruch Hilfe leisteten, gegründet.

Die Seeversicherung, die Schiffe und ihre Ladung hauptsächlich gegen Piratenangriffe versicherte, war die Erste richtige kaufmännische Versicherung und kam im 14. Jahrhundert in Italien auf. Falls das Schiff überfallen wurde, bekam der Eigentümer der Ware den Gegenwert erstattet. Da nicht alle Schiffe von Piraten überfallen werden konnten, konnte man eine Wahrscheinlichkeit ausrechnen und eine Prämie kalkulieren für die Übernahme der Gefahr des Warenverlusts. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die ersten Seeverträge auch in Deutschland (Hamburg) unterzeichnet.

In den folgenden Jahrhunderten entwickelten sich Feuerversicherungen und Lebensversicherungen. Mitte des 20. Jahrhunderts erweiterte sich die Produktpalette an Versicherungen die sich zugleich weiter spezialisierte. Hausratversicherungen und Tierversicherungen hielten langsam Einzug.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Deutschland die Sozialversicherung. Am 1. Dezember 1883 trat die gesetzliche Krankenversicherung in Kraft. Sie sorgte dafür, dass Arbeitnehmer im Krankheitsfall nicht mehr auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen waren, sondern aus der Krankenversicherung Leistungen, für z. B. den Arztbesuch, Heil- und Arzneimittel, Krankengeld und Mutterschaftshilfe, empfingen. Als zweite Sozialversicherung wurde am 1. Oktober 1885 die gesetzliche Unfallversicherung ins Leben gerufen. Sie leistet, so wie heute auch, bei Unfällen im Betrieb, sowie bei Wegeunfällen zur und von der Arbeitsstelle. Die gesetzliche Rentenversicherung, die Dritte der Sozialversicherungen, wurde am 22. Juni 1889 beschlossen und trat am 1. Januar 1891 in Kraft. Sie soll dem Arbeitnehmer nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben eine Altersrente, sowie eine Übergangshilfe während medizinischer Heilbehandlung zahlen und so die Sozialausgaben des Staates reduzieren. Einige Jahre später, im Jahr 1927 wurde die Arbeitslosenversicherung ins Leben gerufen. Sie leistet im Falle der Arbeitslosigkeit für z. B. Umschulungsmaßnahmen und "Arbeitslosengeld". Um die ständig steigenden Kosten in der Pflege aufzufangen trat 1995 die Pflegeversicherung ins Rampenlicht.

Diese fünf oben genannten Sozialversicherungen sind für fast jeden Arbeitnehmer Pflichtversicherungen. Sie müssen zum Teil von ihm selber, zum Teil nur von seinem Arbeitgeber bezahlt werden.

Deutschland besitzt auf Grund der innovativen Idee Otto von Bismarcks bis heute eine sehr gute soziale Absicherung für Jedermann.

Heute ist die private und die gesetzliche Versicherung in all ihren Formen aus dem täglichen Leben, sei es privat oder geschäftlich, nicht mehr wegzudenken.

Das Prinzip der Versicherung ist relativ einfach:

Menschen, die von ein und derselben Gefahr bedroht sind, schließen sich zu einer Gefahrengemeinschaft zusammen. Sie zahlen einen vorher berechneten Geldbetrag in einen Topf ein und derjenige, der geschädigt wurde, wird aus diesem Topf entschädigt.

Das kann natürlich nur funktionieren, wenn nicht alle gleichzeitig einen Schaden erleiden. Je größer die Anzahl der Mitglieder in der Gefahrengemeinschaft, umso geringer ist die Möglichkeit, dass alle betroffen sind (Gesetz der großen Zahl).

Als Beispiel kann man die Hausratversicherung nennen. Diese deckt Schäden ab, die z. B. durch Feuer an den Einrichtungsgegenständen in einer Wohnung entstehen. Es kann passieren, dass die Wohnung nach dem Brand unbewohnbar ist und alle Möbel, Kleidung und Wertgegenstände neu angeschafft werden müssen. Dies kann schnell in die Zehntausende gehen. Da dies für die meisten Menschen finanziell nicht möglich ist, gibt es die Hausratversicherung, die die Folgen eines solchen Schadens auffängt. Und dies zu einem geringen Jahresbeitrag.

Ein Rechenbeispiel:

10.000 Haushalte sind bei einem Versicherungsunternehmen versichert und zahlen jeweils jährlich 100 EUR Prämie. Das Geld muss vom Versicherungsunternehmen Gewinn bringend angelegt werden. So entsteht eine noch größere Geldmenge, die den Versicherungsnehmern zur Verfügung steht.

Bei einem Brand werden 3 Haushalte völlig zerstört. Der Schaden beträgt insgesamt 120.000 EUR. Jeder Geschädigte müsste also 40.000 EUR selbst aufbringen. Da das nicht für jeden machbar ist, bekommen sie den Schaden aus der Hausratversicherung ersetzt. So bekommt jeder der Geschädigten für 100 EUR Prämie eine Summe von 40.000 EUR ausgezahlt.

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