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Die Barmenia äußert sich zum Urteil Unisex-Tarife des EuGH

Wuppertal, 1. März 2011- Statement des Vorstandsvorsitzenden der Barmenia Versicherungen, Dr. h. c. Josef Beutelmann, zum EuGH-Urteil zu Unisex-Tarifen

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes erklärt eine versicherungsspezifische Regelung der so genannten Gender-Richtlinie für ungültig, die im Jahre 2004 von den EU-Mitgliedsstaaten einstimmig verabschiedet und auch vom Europäischen Parlament mit großer Mehrheit angenommen worden war. Nach der Entscheidung entfällt mit Wirkung zum 21.12.2012 die Ausnahmeregelung, wonach eine risikogerechte Beitragskalkulation nach Geschlechtsmerkmalen möglich ist.

Nach jetziger Einschätzung sind folgende Auswirkungen für Neukunden, die nach dem Stichtag eine Versicherung abschließen, absehbar. Für die zu diesem Zeitpunkt bestehenden Verträge kann noch keine Aussage getroffen werden.

Lebensversicherung:

Bisher können die geschlechterabhängigen Risikobewertungen, wie zum Beispiel die längere Lebensdauer von Frauen oder das höhere Todesfallrisiko bei Männern, berücksichtigt werden. Dadurch sind z. B. bisher die Beiträge für Frauen bei Risikoversicherungen günstiger und für Männer bei Rentenversicherungen. Nach unserer Auffassung hat sich diese risikogerechte Kalkulation auf der Basis stabiler statistischer Daten bewährt. Wenn die geschlechtsunabhängige Kalkulation für neue Produkte erfolgt, muss insgesamt mit einem höheren Prämienniveau in der Lebensversicherung gerechnet werden.

Krankenversicherung:

Mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, das im Jahre 2006 in Kraft getreten ist, hat die private Krankenvollversicherung bereits in Teilen geschlechtsunabhängig kalkuliert. Demnach wurden die Kosten für die Schwangerschaft auf Männer und Frauen gleichermaßen verteilt. Nun müssen auch weitere Kosten, die zum Beispiel durch die höhere Lebenserwartung der Frauen entstehen, auf die Geschlechter verteilt werden.

Die konkreten Auswirkungen werden von der Ausgestaltung der rechtlichen Umsetzung abhängen. Sie dürften auch je nach Tarif und Alter unterschiedlich sein. In den meisten Fällen werden die Männer etwas mehr, die Frauen hingegen weniger zahlen. Hierbei dürfte die Verteilung der im einen Tarif versicherten Personen auf Männer bzw. Frauen eine Rolle spielen. Da sich in den einzelnen Tarifen i. d. R. mehr Männer als Frauen befinden, dürften sich die Zuschläge für die Männer überwiegend im Rahmen halten.

Unfall- und Kfz-Versicherung:

Auch in der Unfallversicherung wird derzeit geschlechtsspezifisch kalkuliert. Die Kfz-Versicherung weist dagegen lediglich in einem kleinen Segment geschlechtsspezifische Unterschiede auf. In diesen Sparten wird es auch zu Beitragsverschiebungen kommen.

Pressekontakt:
Stephan Bongwald
Nachhaltigkeitsbeauftragter
Tel.: 0202 438-3240
Fax: 0202 438-033240
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