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Erkältung: Husten, Schnupfen, Halsschmerzen

Warum werden wir krank?

Jedes Jahr im Herbst oder spätestens im Winter ist es wieder so weit: Statistisch erwischt es nämlich genau in dieser Phase jeden von uns ein- bis zweimal mit so genannten Erkältungskrankheiten. Damit sind sie die häufigsten Erkrankungen in den industrialisierten Staaten überhaupt. Etwa 40% aller Fehltage berufstätiger Personen und mehr als 26 Millionen Schulausfalltage zeigen aber auch, dass uns Bronchitis und Co. oft ganz schön zu schaffen machen.

Wie und wo wir uns anstecken

Der menschliche Körper wird nicht nur andauernd mit den unterschiedlichsten Erregern (z. B. Bakterien, Viren, Pilze etc.) konfrontiert. Er ist sogar dauerhaft von ihnen besiedelt. So kann beispielsweise unser Verdauungssystem nur richtig funktionieren durch die Besiedelung mit Millionen von Darmbakterien.

Das körpereigene Gegengewicht zu diesen Erregern ist unser Immunsystem

Es gewährleistet eine gesunde Balance zwischen den Erregern und den Abwehrkräften im Körper. In folgenden Situationen wird dieses Gleichgewicht gestört und Infektionskrankheiten lassen meist nicht lange auf sich warten:

Übermacht der ErregerGeschwächtes Immunsystem
  • unbekannte Erreger
  • besonders viele Erreger
  • besonders aggressive Erreger
  • durch andauernde Stressbelastung
  • durch zu wenig Schlaf
  • durch bestimmte Erkrankungen (z. B. angeborene Immunschwäche, Diabetes etc.)
  • nach großen Operationen oder Bestrahlungen
  • durch bestimmte Medikamente (z. B. Cortison-Tabletten, Antibiotika)

Kalte Füße - schlechte Abwehr!

Die nasskalte Witterung verschlechtert nicht nur die Durchblutung an Händen und Füßen, sondern auch - durch einen Reflex - die der Schleimhäute in unseren Atemwegen. Dadurch können weniger Abwehrzellen dorthin transportiert werden, wo die Infektviren angreifen. Verkühlung erhöht damit das Risiko einer Erkältung deutlich.

Wie Atemwegsinfekte ablaufen

Für Atemwegsinfekte gibt es eine Vielzahl von Bezeichnungen, doch egal, ob man über Erkältung, grippalen Infekt, Virusinfektion der Atemwege oder Bronchitis redet, all diese Begriffe haben zwei Gemeinsamkeiten:

  • Die banalen Atemwegsinfekte sind praktisch immer durch Viren ausgelöst.
  • All diese Infektionen beginnen im Nasenrachenraum. Dort setzen sich die Viren in den Schleimhäuten fest und steigen dann entweder auf in die Nasennebenhöhlen oder ab in die Bronchien. So wird auch gut verständlich, warum bei einer Bronchitis die meisten Patienten nicht nur husten, sondern auch Schnupfen und Halsschmerzen plagen.

Welche Rolle spielen Bakterien?

Atemwegsinfekte werden in 90 bis 95% der Fälle von Viren verursacht. Bakterien spielen bei diesen Infekten kaum eine Rolle. Selten kann es jedoch vorkommen, dass sich Bakterien auf der von Viren geschädigten Schleimhaut ausbreiten. Im Verlauf der Erkrankung auftretendes Fieber und eine grünlich-gelbe Verfärbung des Nasen- oder Rachensekrets können Hinweise hierauf sein. In einem solchen Fall sollten Sie sich in die Behandlung eines Arztes begeben.

Typische Symptome
Beschwerde Symptome
Halsschmerzen Weil sich die Erreger im Rachenraum zuerst festsetzen, sind Halsschmerzen oft das erste Symptom einer Bronchitis. Die Entzündung lässt sich an geröteten Schleimhäuten im Rachen leicht erkennen. Schluckbeschwerden treten begleitend häufig auf.
Schnupfen Wenn die Entzündungsviren die Nasenschleimhäute attackieren, schwellen diese an und produzieren massiv Schnupfensekret. Dadurch wird die Nasenatmung meistens deutlich erschwert oder sogar unmöglich. Außerdem sind Geruchs- und Geschmackssinn deutlich eingeschränkt. Aus diesen Gründen wird Schnupfen von vielen Beteiligten als ausgesprochen lästig empfunden. Zudem kann eine verstopfte Nase Ausgangspunkt für eine Entzündung der Nasennebenhöhlen werden, weil deren Sekret nicht mehr abfließen kann.
Abgeschlagenheit Nachweislich beeinträchtigen Virusinfekte der Atemwege sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit z. T. erheblich. Meist ist sogar dies der Grund für die Arbeitsunfähigkeit.
Fieber Anders als bei Kindern tritt bei Erwachsenen mit einer Bronchitis fast nie Fieber auf. Temperaturen über 39 Grad sind meist ein Zeichen für eine bakterielle Infektion und sollten ärztlich behandelt werden.
Erkältung oder "echte" Grippe?

Wie banale Erkältungskrankheiten ist auch die "echte Grippe" eine Virusinfektion der Atemwege. Sie wird jedoch durch eine besondere Art von Viren, den sog. Influenza-Viren ausgelöst. Diese Viren sind nicht nur sehr ansteckend und können viele Menschen befallen (sog. Grippe-Epidemie), die Infektion verläuft mit diesen Erregern auch um ein Vielfaches stärker und schneller. Typisch für die "echte Grippe" sind schlagartig auftretende Beschwerden, jedoch meist ohne Husten mit hohem Fieber.

Symptome bei einer ErkältungSymptome bei einer Grippe
Antriebs- und Lustlosigkeit schlagartig auftretende Schlappheit, Müdigkeit und starke Glieder- und Muskelschmerzen
Abgeschlagenheit- und Müdigkeithohes Fieber (zwischen 38 und 41°C) sowie Schüttelfrost
Nasenjucken - leichte Halsschmerzen mit Brennen oder Stechen schnell auftretende Entkräftung
Erhöhte Temperatur schmerzhafter, trockener Husten, der oft von Anfang an sehr stark ist.
Niesattacken evtl. Erbrechen
wässriger Schnupfenstark behinderte Atmung
Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen  

Gegen die "echte Grippe" kann man sich impfen lassen. Dies sollten insbesondere Ältere und geschwächte Menschen tun. Der Schutz der Impfung beginnt zwei Wochen nach der Impfung, die jährlich wiederholt werden muss, da immer neue Varianten von Viren im Umlauf sind. Wichtig ist zu wissen, dass die Impfung zwar nicht vor einer Grippe schützt, die Schwere der Symptome jedoch deutlich lindert.

Achtung: Gegen normale Erkältungskrankheiten ist eine Impfung nicht möglich!

Erkältung - was tun?

Abwarten ohne Therapie

Ein gesundes Immunsystem ist in der Lage, mit einem banalen Virusinfekt wie einer Bronchitis fertig zu werden. Allerdings dauert dies meist ziemlich lange: Unbehandelt husten bei einer Bronchitis mehr als die Hälfte der Patienten drei Wochen oder länger. Wer in Beruf oder Familie schneller wieder einsatzfähig sein will oder muss, sollte also besser aktiv werden. Weiterhin birgt Nichtstun - insbesondere bei kleinen Kindern und älteren Menschen - die Gefahr, dass sich aus einer Bronchitis eine Lungenentzündung entwickelt. Außerdem nimmt die Gefahr für Verschleppungen oder chronische Verläufe ohne Behandlung deutlich zu.

Antibiotika

Antibiotika wirken bei Virusinfektionen nicht. Deshalb verbessern sie beiden fast immer virusbedingten Atemwegsinfektionen weder die Symptome noch verkürzen sie die Arbeitsunfähigkeit. Neben einer Vielzahl von unangenehmen Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Pilzinfektionen, Allergien) werden durch die unnötige Therapie mit Antibiotika immer mehr Bakterien unempfindlich gegen diese wertvolle Medikamente.

Infekte bei Kindern

Infekte bei Kindern: nicht nur häufiger, sondern oft auch schlimmer

Kinder sind keine kleine Erwachsenen! Während Erwachsene durchschnittlich 2- bis 3-mal an Atemwegsinfekten pro Jahr erkranken, erwischt es Kinder mit 8 bis 12 Infektionen pro Jahr deutlich häufiger. Gründe hierfür liegen einerseits im Verhalten der Kinder (selteneres Händewaschen, stecken sich viele Gegenstände in den Mund, haben intensiveren Körperkontakt mit anderen Kindern) und andererseits in anatomischen Besonderheiten. Hierbei ist neben den deutlich kürzeren Atemwegen, vor allem das schwächer ausgereifte Immunsystem zu nennen. Dieses muss durch den Kontakt mit Erregern sozusagen trainiert werden.

Dass Kinder nicht nur häufiger, sondern auch stärker an Atemwegsinfekten leiden, liegt ebenfalls an anatomischen Besonderheiten. Die viel engeren Luftwege und der zähere Schleim führen bei Kindern, selbst bei banalen Infekten, häufig zur Atemnot.

Schon deshalb ist eine gut wirksame Therapie der Symptome insbesondere für Kinder besonders wichtig. Ebenso bedeutsam ist gerade bei Kindern aber das Thema Verträglichkeit. Diesbezüglich bieten gut untersuchte pflanzliche Medikamente gerade für Kinder gute Möglichkeiten.

Was Sie sonst noch tun können

  • Viel trinken, da dadurch einerseits die Bakterien aus dem Rachenraum gespült werden, andererseits die Schleimlösung verbessert wird.
  • Körperliche Schonung: Geben Sie Ihrem Körper die Chance sich zu erholen. Besser eine kurze Auszeit nehmen, als eine wochenlange Verschleppung in Kauf nehmen.
  • Regelmäßige leichte Bewegung an frischer Luft aktiviert Kreislauf und Immunsystem und ist besser als strikte Bettruhe.
  • Stellen Sie am besten das Rauchen ganz ein.
  • Sorgen Sie für eine ausgewogene und besonders vitaminreiche Ernährung.
  • Nehmen Sie ein heißes Erkältungsbad (z. B. Pinimenthol®). Das warme Wasser sorgt für Wohlbefinden und stärkt damit das Immunsystem. Außerdem werden die wertvollen ätherischen Öle sowohl durch die Atmung als auch über die Haut aufgenommen und lindern die wichtigsten Beschwerden.
  • Reiben Sie sich Brust und Rücken vor dem Zubettgehen mit einem Erkältungsbalsam mit ätherischen Ölen ein (z. B. Pinimenthol®-Erkältungssalbe). Dies sorgt auch für freie Atemwege während der Nacht.
  • Gurgeln Sie bei starken Halsbeschwerden z. B. mit Salbei-Tee.
  • Bei hohem Fieber, unverändert starken Beschwerden und mangelnder Besserungstendenz sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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