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Ein Hauch Pastell fürs Osterfest

Der Ostereier-Färbespaß mal anders – nämlich ganz natürlich!

Was wäre Ostern ohne Osterei?! Unvorstellbar! Die einen bedienen sich getrost an der vorgefärbten Version aus dem Supermarkt, die anderen stehen mehr auf das "Individual-Ei" – marmoriert, zweifarbig, mit Fingerabdrücken drauf oder aber wild gemustert. Vor allem für Kinder ist der Brauch des Ostereier-Färbens oft ein wahres Ereignis. Doch warum macht man das eigentlich?

Neben religiösen Gründen – das Ei steht als Symbol für die Auferstehung Jesu Christi – gab es für das Eierfärben tatsächlich auch "praktische" Gründe: Weil man in der Vergangenheit während der Fastenzeit nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Eier verzichtete, kochte man sie und machte sie somit haltbarer. Um die gekochten von den rohen Eiern unterscheiden zu können, wurden die gekochten Eier gefärbt, zum Beispiel mit Kräutern, Baumrinde, Gemüsesorten, gesammelten Herbstblättern, Wurzeln, Beeren und Blüten.

Mit üblichen Utensilien aus der Küche kann man auch heute Eier wie zu Omas Zeiten färben! Falls Sie also in diesem Jahr einmal auf die Fertig-Farbe aus dem Supermarkt verzichten möchten, finden Sie hier ein paar Tipps, um Ihre Osterdekoration ganz natürlich zu verzieren. Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich allerdings mit alter Kleidung und Einweghandschuhen bewaffnen – denn auch natürliche Farbstoffe hinterlassen ordentliche Flecken…

Gelbtöne

500g gelbe Zwiebelschalen in ¾ Litern Wasser zu einem Sud kochen. Sud abgießen und zwei Esslöffel Essig zugeben. Bereits vorgekochte Eier darin färben, bis die Wunschfarbe erreicht ist. Auch Safran oder Kamillenblüten ergeben eine gelbe Farbe. Gelbgrün wird das Ei durch Birken-, Holunder- und Brennnesselblätter.

Rottöne

Aus zwei Stücken frischer Roter Bete und einem 3/4 Liter Wasser einen Sud kochen. Abgegossenen Sud mit Essig mischen und das gekochte Ei hineinlegen. Je nach Färbezeit erhält das Ei einen hellen bis dunkelroten Farbton. Geschnittene und gekochte Rotkohlblätter ergeben eine rotviolette Färbung. Es können auch schwarze Johannisbeeren zum Färben verwendet werden. Getrocknete Ringelblumenblüten färben beige und gekochte Karotten ergeben einen Orangeton.

Blautöne

Dunkelblau-graue bis tiefblaue Farbergebnisse erreichen Sie mit Holunderbeer- oder Heidelbeersaft. Violett werden die Eier, wenn Sie sie in 500 Gramm Rotkohl in einem Liter Wasser kochen. Die Eier im Sud kochen, ergibt eine blassviolette Farbe. Die Farbe wird intensiver und das Ei erhält eine interessante Maserung, wenn Sie die Eier rundherum mit dem gekochten Kohl bedecken.

Grüntöne

Mit kaltem Matetee erzielt man eine lindgrüne Färbung, Brennnesselblätter ergeben einen schönen Olivton. Ein kräftiges Grün klappt am besten mit Petersilie – Spinat klebt oft an und färbt nur mäßig. Einfach die Eier in den Sud der jeweiligen Zutat geben.

Brauntöne

Wenn die Eier in einen Aufguss von 10 Teebeutel schwarzem Tee (pro Liter) gekocht werden, färben sie sich braun. Keine Angst: Das Braun unterscheidet sich deutlich vom Farbton originalbrauner Eier. Das funktioniert übrigens auch mit Kaffee.

Die Farbintensität der natürlichen Farbstoffe hängt von mehrern Faktoren ab: der Eiergrundfarbe, den verwendeten Pflanzen, der Konzentration des Färbesuds, der Färbedauer und vom persönlichen Geschmack. Und weil es sich um Naturprodukte handelt, kann der letztendliche Farbton nie ganz voraus gesagt werden – so kann schnell auch mal ein "Überraschungs-Ei" draus werden.

Um den Färbesud herzustellen …

… schneiden oder reiben Sie Gemüse wie Rote Beete, Karotten oder Rotkohl in kleine Stücke. Rinde, getrocknete Beeren, Blüten und Blätter am besten über Nacht einweichen lassen; frische Pflanzen können sofort verarbeitet werden. Wurzeln, Holz und Rinde werden knapp eine Stunde gekocht. Alle anderen Materialien benötigen etwa 30 bis 40 Minuten – je nach gewünschter Farbintensität. Essig hellt die Farbe auf, während der Zusatz von Alaun die Farbe intensiviert. Den fertigen Färbesud sollten Sie ein Mal filtern und in Schraubdeckelgläser füllen.

Muster auftragen - So geht's:

Mit Essig oder Zitronensaft können Punkte oder Striche auf die Eier aufgetragen werden (z. B. mit Wattestäbchen) – so lassen sich Muster in die Färbung "einätzen'". Je nachdem, wie lange Sie die Säure einwirken lassen, ändert sich der Farbton. Auch mit selbstklebenden Punkten aus dem Büroartikelbedarf können Sie Muster erzeugen: Einfach vor dem Färben auf die Eier kleben und ab damit in den Färbesud. Nach dem Trocknen ziehen Sie die Klebepunkte wieder ab. Oder aber, Sie wickeln dicke und dünne Fäden fest ums Ei und legen es in die Farbe – so können Sie ebenfalls interessante Muster kreieren.

Blüten- und Blättermotive

Aufwendiger - aber dafür auch besonders schön und einzigartig – sind Blumen- und Blättermotive. Dafür sollten die Eierschalen vor dem Färben mit Essigwasser gereinigt werden, damit sie die Farbe besser aufnehmen. Hierfür benötigen Sie:

  • den hergestellten Färbesud
  • Pro Ei ein etwa 15x15 cm großes Stück Nylonstrumpf (oder eine Mullbinde)
  • Baumwollfäden zum Zubinden des Strumpfes
  • Frische Blüten und Blätter, z. B. Klee, Farn, Blattpetersilie, Rosenblätter, Veilchen, Gänseblümchen, Gräser, Blätter … Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt
  • Etwas Butter, Margarine oder Pflanzenöl

Vor dem Kochen der Eier diese am stumpfen Ende einstechen. Sollte man kalt färben, müssen die Eier zuerst hart gekocht, abgeschreckt und abgekühlt werden. Das gewünschte Blatt oder die Blüte auf das weiße Ei legen, den Nylonstrumpf vorsichtig auf die Blüte legen und straff nach hinten ziehen. Mit dem Baumwollfaden fest zusammenbinden.

Färben der Eier

Die vorbereiteten Eier entweder in dem heißen Sud kochen oder in das kalte Färbebad mit Hilfe eines Esslöffels einlegen und immer wieder die Farbintensität überprüfen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Das fertige Ei auf ein Küchentuch legen und trocknen lassen, danach den Strumpf mit der Blüte entfernen. Mit Butter, Margarine oder Pflanzenöl einreiben – das ergibt einen schönen Glanz. Achtung: Naturfarben verblassen, wenn sie in der Sonne liegen!

Mal was anderes: Ostereier mit Blumenschmuck

Wer nicht den ganzen Tag mit der Ostereier-Färberei verbringen möchte, kann ein Ei auch auf andere Art verzieren: Binden Sie mit einem schönen Geschenk- oder Zierband einfach eine Blüte um jedes Ei. Suchen Sie dafür am besten nicht zu üppige Blumen aus. Auf gefärbten Eiern kommen die Blüten toll zur Geltung, aber auch aus naturbelassenen Eiern wird durch eine Blüte mit Band ein edles Ostergeschenk.

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