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Was ist eigentlich Akupunktur?

Das Wort Akupunktur (acus = Nadel; pungere = stechen) ist eine Schöpfung französischer Missionare, die die Methode Ende des 17. Jahrhunderts aus China nach Europa gebracht haben.  In China wird sie seit mindestens 3.000 Jahren betrieben.

Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus,  dass die Lebensenergie in einem bestimmten Rhythmus in 14 so genannten Meridianen fließt. Diese „Leitbahnen“ umspannen den ganzen Körper. Die Meridiane werden den verschiedenen Organen zugeordnet, so z. B. der Nierenmeridian den Nieren, der Herzmeridian dem Herzen. Krankheit bedeutet nun eine Störung des Energieflusses, ein Zuviel (= Hyperfunktion, z. B. Entzündung) oder Zuwenig (= Hypofunktion, z. B. Degeneration) an Energie in bestimmten Körperbereichen. Ein Zuviel an Energie nennen die Chinesen einen Yang-Zustand, ein Zuwenig einen Yin-Zustand. Auf den Meridianen liegen die 361 klassischen Akupunkturpunkte, die als Projektionszonen innerer Strukturen angesehen werden, also eine mehr oder weniger spezifische Heilanzeige haben: Akupunkturpunkte können lokale (z. B. Knie), regionale (z. B. Bein) oder eine übergeordnete Indikation (z. B. Stoffwechsel, Nervosität) haben.

Ziel der Akupunktur ist, über diese Punkte Heilreize zuzuführen, die die Ausgewogenheit von Yin und Yang (= Gesundheit) lokal, regional oder übergeordnet wiederherstellen. Dazu werden die spezifischen Akupunkturpunkte mit Gold-, Silber- oder Stahlnadeln gestochen. Die Stichtiefe der Nadeln beträgt zwischen zwei und drei Millimeter. Die Dauer einer Akupunktur-Behandlung beläuft sich im Regelfall auf 20 bis 30 Minuten. In dieser Zeit werden die Nadeln zwei- bis dreimal stimuliert. Dabei bewirkt eine Drehung der Nadel im Uhrzeigersinn einen beruhigenden und entgegengesetzt einen anregenden Effekt.

Die Yin- und Yang-Philosophie lässt sich auch auf die westlich-naturwissenschaftliche Medizin übertragen. So stellt im vegetativen Nervensystem der Sympathikus (dieser Nerv mobilisiert Energie) das Yang-Prinzip und der Vagus (Erholungsnerv) das Yin-Prinzip dar.

Neben der traditionellen Körperakupunktur gibt es noch die Ohrakupunktur; sie geht von der Vorstellung aus, dass der ganze Körper topographisch im Ohr repräsentiert ist (Form des Ohres: ein auf den Kopf gestellter Embryo). Weitere Sonderformen sind die Schädelakupunktur, die Zungenakupunktur und die Laserakupunktur, bei der an Stelle der Nadeln ein Softlaserstrahl zur Anwendung kommt.

Die Akupunktur - gleich welcher Couleur - kann immer nur eine funktionelle Störung beseitigen, nie eine organische: Akupunktur kann nur heilen, was gestört ist, nicht was zerstört ist! Obwohl funktionelle Störungen die Hauptindikation der Akupunktur darstellen, kann man mit ihr auch den funktionellen Anteil von organischen Krankheiten beeinflussen, z. B. die Schmerzen bei Krebs.

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