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Der chinesische Weg

TCM – das steht für Traditionelle Chinesische Medizin. Sie gehört zu den ältesten Heilmethoden der Welt. Einst als Humbug verschrien, lassen sich immer mehr westliche Mediziner von der Wirksamkeit überzeugen. TCM will die hiesige Heilkunst nicht verdrängen, gibt aber neue Impulse.

Was macht die Medizin aus dem fernen Osten anders? Was ist das Geheimnis ihres Erfolges? Chinesische Ärzte arbeiteten "ganzheitlich": Anstatt sich auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren, betrachten sie immer den ganzen Menschen. Es wird nicht unterschieden zwischen Gynäkologie und Psychologie, zwischen Krankheiten von Kindern und Erwachsenen. Für Europäer ist das im Grunde nichts Neues: Schon der Grieche Hippokrates, der Vater der Medizin, arbeitete auf diese Weise. Nur geriet der ganzheitliche Gedanke mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund.

Häufig kommt es in der westlichen Medizin zur Symptombekämpfung. Beschwerden und Krankheiten werden isoliert betrachtet und untersucht. Wer Schmerzen hat, bekommt ein Mittel gegen den Schmerz, nicht gegen dessen Ursache. Die chinesische Diagnose will jedoch die Wurzel des Übels entdecken. Und so wird nicht nur nach dem Leiden gefragt, sondern auch nach Faktoren wie Ernährung, Bewegung, Psyche, Arbeitsbedingungen, Partnerschaft, Familie und Lebensweise.

Außerdem geht die TCM davon aus, dass es zwischen einzelnen Organen Wechselbeziehungen gibt. So gelten beispielsweise Herz und Dünndarm als Paar. Wenn also an einem Organ Probleme auftreten, muss auch sein "Partner" untersucht werden. Auf den Ergebnissen basierend werden pflanzliche, mineralische und wenige tierische Stoffe individuell auf die Krankheit abgestimmt und verabreicht. Dazu gibt es Ratschläge zur Verbesserung der Lebensweise.

Zentrale Bedeutung hat die Lebensenergie Qi. Sie durchströmt den Körper auf festgelegten Bahnen, so genannten Meridianen. Wird der Energiefluss gestört, liegt eine Krankheit vor. Deshalb werden bei der Akupunktur bestimmte Punkte auf den Meridianen mit Nadeln gestochen. Auf diese Weise sollen die Blockaden im Energiefluss gelöst und das Qi gestärkt werden. Mit ähnlichen Prinzipien arbeiten auch Bewegungslehren wie Tai Chi und Qi Gong.

Und so verlassen sich immer mehr Menschen auf die Medizin "Made in China" – Schwangere, Rheumatiker, Raucher. Trotz allem sieht man in der TCM keinen Ersatz für westliche Schulmedizin. Im Gegenteil: In chinesischen Krankenhäusern werden beide Bereich eng miteinander verknüpft. Moderne Medikamente, neue Therapieverfahren und Operationstechniken werden wirksam mit Akupunktur, Bewegungslehre und Kräutermedizin verwoben. Man muss schließlich offen sein – in beide Richtungen.

xxl-news, Jun M. Lee

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