Live-Chat

Sie brauchen unsere Hilfe oder haben Fragen an unsere Kundenbetreuung?

Barmenia Versicherungen

Barmenia-Allee 1
42119 Wuppertal
Telefon: 0202 438-2906
E-Mail: info@barmenia.de

Mail schreiben

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne auch telefonisch.

0202 438-2906


Gerne rufen wir Sie zurück.

Callback
Ihre Barmenia vor Ort
Newsletter-Abo

Was ist eigentlich Phytotherapie?

Phytotherapie ist die Therapie mit Arzneimitteln, die ausschließlich aus Pflanzen, Pflanzenteilen, Pflanzeninhaltsstoffen oder deren galenischen 1) Zubereitungen bestehen.

Von alters her werden Heilkräuter mit Erfolg eingesetzt. Sie gerieten jedoch mit dem Aufkommen der chemisch-synthetischen Arzneimittel für kurze Zeit in Vergessenheit, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Nebenwirkungen der synthetischen Arzneien wurden immer deutlicher und lassen diese damit weniger für Langzeitbehandlungen bei chronischen Erkrankungen geeignet erscheinen.

In der Phytotherapie werden Früchte, Samen, Blätter, Blüten, Stengel, Rinden, Wurzeln, Knollen und auch das Holz als Tee oder in Form von Pflanzenauszügen, Pflanzensäften, Extrakten, auch als Tabletten, Dragees oder Pulver verwendet.

Den Behandlungsmöglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt. So gibt es etwa 3.000 Heilpflanzen, von denen ca. 250 anerkannt und laufend angewendet werden. Die Krankheiten, bei denen Phytopharmaka (=pflanzliche Arzneimittel) eingesetzt werden, reichen von Magen-Darm-Leiden über Kreislauf-, Atmungs-, Erkältungs-, Nieren-, Blasen-, Kinder-, Frauen- und Augenkrankheiten bis hin zu rheumatischen Erkrankungen und denen des Nervensystems. Es gibt also kaum eine Krankheit, gegen die nicht ein „Kräutlein“ gewachsen ist.

Man unterscheidet heute zwischen Phytopharmaka mit „großer“ und solchen mit „geringer“ therapeutischer Breite. Zur ersten Gruppe gehören vor allem die bekannten pflanzlichen, traditionell angewandten Naturheilmittel, z. B. Tee (Weißdorn, Kamille, Melisse), Pflanzensäfte oder Kräuteröle, Tinkturen und Salben aus Pflanzen. Sie haben meist viele Anwendungsbereiche und eine geringe oder keine Giftigkeit sowie auch keine bzw. nur geringfügige Nebenwirkungen. Arzneien aus isolierten Pflanzenwirkstoffen werden meist als „Monopräparate“ gezielt gegen eine akute Krankheit eingesetzt, z. B. das aus der Blütenpflanze Fingerhut stammende herzstärkende Digoxin oder das krampflösende und pupillenerweiternde Atropin, das aus der giftigen Tollkirsche stammt. Die Mittel der Pflanzenheilkunde müssen also nicht immer harmlos und unschädlich sein.

1) Nach dem griechischen Arzt Galen (129 - 199 n. Chr.) benannte Arzneimittelzubereitungen, die - im Gegensatz zu chemischen Stoffen - aus natürlichen Wirk-, Grund- und Hilfsstoffen sind.

Aus der Vielzahl der Heilpflanzen sind hier beispielhaft einige wenige aufgeführt:

Heilpflanze Verwendung
Baldrian Unruhezustände, nervös bedingte Einschlafstörungen
Johanniskraut (Hypericum) Psychovegetative Störungen, depressive Verstimmungszustände
Ginkgo a) Hirnorganisch bedingte Leistungsstörungen wie Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen
b) Claudicatio intermittens
c) Schwindel, Tinnitus
Weißdorn (Crataegus) Nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens
Efeu Katarrhe der Luftwege
Thymian Katarrhe der oberen Luftwege, Bronchitis
Sonnenhut (Echinacea) Wiederkehrende Infekte der Atemwege und der ableitenden Harnwege, grippale Infekte
Mariendistel Chronisch-entzündliche Lebererkrankungen
Keuschlamm (Agnus castus) Unregelmäßigkeit der Monatsregel, prämenstruelle Beschwerden
Traubensilberkerze (Cimicifuga) Durch Wechseljahre bedingte neurovegetative Beschwerden
Sägepalme (Sabal) Prostatavergrößerung
Rosskastanie Chronische Veneninsuffizienz
Teufelskralle Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates
Weidenrinde Fieberhafte Erkrankungen, Kopfschmerzen, rheumatische Beschwerden
Mistel Unterstützende Behandlung maligner Tumoren
Pfefferminzöl Reizdarm
Kamille Krämpfe und entzündliche Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt, Reizzustände der Atemwege
X