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Faktencheck GKV und PKV

Zwei Systeme im Wandel? Aktuell stehen gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und private Krankenversicherung (PKV) ergänzend nebeneinander. Fünf Fragen und Antworten rund um GKV und PKV.

  • Ist es grundsätzlich gerechtfertigt, zwei Systeme nebeneinander zu haben?
  • Für die Versicherten ist diese Dualität von großem Vorteil. Durch den Wettbewerb ist es möglich, medizinisch das Beste anzubieten. Die Versicherten fühlen sich in beiden Bereichen rundum gut betreut. Von den Leistungen der PKV profitieren auch die gesetzlich Versicherten - beispielsweise werden medizinische Geräte in Praxen oder Kliniken mitfinanziert. Kehren nicht viele Mitglieder der PKV den Rücken? Es ist genau umgekehrt: Es wechseln mehr von der GKV in die PKV. Inzwischen sind 11,3 % aller Bürger privat krankenvollversichert - 5 Jahre zuvor waren es 10,7 %.

  • Ist die Kritik an branchenweiten Beitragserhöhungen gerechtfertigt?
  • In der GKV gibt es auch Beitragserhöhungen, nur werden sie da kaum thematisiert. So wurde der Beitragssatz Anfang 2011 auf 15,5 % erhöht. Allein das war schon ein Anstieg um 4 %. Auch wenn die Beitragsbemessungsgrenze erhöht wird, bedeutet das wieder eine Steigerung. Und man darf nicht vergessen, dass bei jeder Gehaltserhöhung, bei jedem Tarifabschluss die GKV automatisch durch Mehreinnahmen profitiert. Die PKV fordert die Beitragserhöhungen hingegen selbst ein - das wird stärker thematisiert.

  • Stellen die Gesundheitsprüfungen der PKV eine "Rosinen-Pickerei" dar?
  • Eine "gesunde" Versicherung ist auf ein ausgeglichenes, heterogenes Versichertenkollektiv angewiesen. Ohne Ausgleich unterschiedlicher Risiken kann eine Versicherung - die GKV genauso wenig wie die PKV - nicht funktionieren. In der GKV kommt es zu diesem Ausgleich, da ihr alle Risiken - auch junge und gesunde Versicherte - durch die gesetzliche Versicherungspflicht zugewiesen werden. Dort, wo der privaten Krankenversicherung ein vollständiges, heterogenes Kollektiv zugewiesen wird, lehnt sie niemanden ab (Beispiel: freiwilliger Kontrahierungszwang bei den Beihilfeberechtigten). Nur dort, wo Missbrauch droht, muss die PKV auf eine Gesundheitsprüfung zurückgreifen. Gäbe es jederzeit eine Aufnahmepflicht im höherwertigen Tarif, bestünde der fatale Anreiz, sich dort erst im Krankheitsfall abzusichern. Eine Risikomischung käme so nicht zu Stande.

  • Inwieweit stellt die demografische Entwicklung ein Problem dar?
  • Der demografische Wandel hat zwei Ausprägungen: Zum einen werden die Menschen älter - die Lebenserwartung steigt. Zum anderen verändert sich das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern. Es gibt immer mehr Rentner und immer weniger Erwerbstätige. Bis ins Jahr 2050 wächst Deutschland in eine 1:1-Situation hinein. Problematisch ist vor allem das im demografischen Wandel zunehmende Missverhältnis zwischen Erwerbstätigen und Rentnern. Diese Änderung der Bevölkerungsstruktur ist ausschließlich für die GKV ein Finanzierungsproblem - und zwar im doppelten Sinne: In der Umlage müssen auf der Ausgabenseite immer mehr Rentner von immer weniger Erwerbstätigen "versorgt" werden. Gleichzeitig sinken auf der Einnahmenseite die Beiträge, weil immer mehr Menschen in das Rentenalter mit vergleichsweise niedrigeren Einkommen hineinwachsen. Die einkommensabhängigen GKV-Beiträge werden dann zusätzlich zum Problem.

  • Schafft die Bürgerversicherung die "Zwei-Klassen-Medizin" ab?
  • Das Gegenteil ist der Fall: Viele ausländische Beispiele zeigen, dass sich gerade in Systemen mit staatlicher Einheitsversorgung ein "grauer Markt" bildet, auf dem sich die Wohlhabenden besondere Arzt- und Krankenhausleistungen einkaufen. Dagegen sichern in Deutschland GKV und PKV zusammen ein qualitativ hochwertiges System mit einem gemeinsamen Versorgungsangebot für alle Versicherten – also das Gegenteil einer "Zwei-Klassen-Medizin". Leistungsvergleich PKV - GKV Mindestens 80 % der PKV-Tarife bieten deutlich mehr Leistungen als die GKV: etwa beim Zahnersatz, bei Brillen, bei rezeptfreien Arzneimitteln, beim Auslandskrankenschutz und generell bei der Honorierung ärztlicher Leistungen ohne Budgetgrenzen wie in der GKV. Die Privatversicherten haben auf den bei Vertragsabschluss vereinbarten Leistungsumfang einen Rechtsanspruch. Er kann weder vom Unternehmen eingeschränkt werden noch kann die Politik Einfluss darauf nehmen. Anders in der GKV: Hier kann der Leistungsanspruch durch politische Reformen jederzeit verändert werden. Die Privatversicherten können selbst über den gewünschten Leistungsumfang ihres Vertrages entscheiden: vom Grundschutz bis zum Spitzenschutz.

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