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Versicherungen: Was sich 2012 alles ändert

Im neuen Jahr gibt es rund um das Thema Versicherungen einiges Neues. Wir haben das Wichtigste kurz für Sie zusammengefasst: Vom sinkenden Beitragssatz und steigender Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung über neue Grenzwerte für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, gesenktem Garantiezins in der Renten- und Lebensversicherung bis hin zu Unisex-Tarifen.

Sinkender Beitragssatz und steigende Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt von 19,9 auf 19,6 Prozent. Gleichzeitig steigt in Westdeutschland die Beitragsbemessungsgrenze von 66.000 auf 67.200 Euro im Jahr. In Ost-Deutschland wird es keine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze geben. Die Beitragsbemessungsgrenze kennzeichnet den Betrag, bis zu dem in Deutschland Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung höchstens erhoben werden.

Ernüchternd: Wegen der neuen Rechengrößen in der Sozialversicherung werden viele Gutverdiener 2012 trotz sinkender Beitragssätze dennoch weniger in der Tasche haben.

Neue Grenzwerte für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung

Die Versicherungspflichtgrenze und die Beitragsbemessungsgrenze werden jedes Jahr von der Bundesregierung für die Krankenversicherung neu festgelegt.

Die Versicherungspflichtgrenze ist jene Grenze, bis zu der eine Versicherungspflicht für Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht. Nur wer als Arbeitnehmer mit seinem Jahres-Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt, der hat die Möglichkeit, sich in der privaten Krankenversicherung (PKV) zu versichern.

Die Versicherungspflichtgrenze steigt von monatlich 4.125 bzw. jährlich 49.500 Euro im letzten Jahr auf 4.237,50 bzw. 50.850 Euro im Jahr 2012. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt von 44.550 Euro in 2011 auf 45.900 Euro im Jahr 2012.

Gesenkter Garantiezins in der Renten- und Lebensversicherung

Zum 01. Januar 2012 wurde der Garantiezins für klassische private Renten- und Lebensversicherungen von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent gesenkt. Dieser niedrigere Satz gilt für alle Neuverträge ab 2012 - laufende Verträge sind von der Absenkung nicht betroffen. Als Konsequenz aus der Senkung bekommen Versicherungskunden etwas weniger Rente oder eine geringere Kapitalzahlung garantiert.

Statt vom Garantiezins wird auch vom „Höchstrechnungszins“ gesprochen. Dies ist der Zinssatz, den Versicherungsunternehmen ihren Kunden maximal auf den Sparanteil im Beitrag zusagen dürfen. Der Sparanteil kennzeichnet das, was nach Abzug der Kosten im Vertrag eines Kunden fürs Sparen übrig bleibt. Der Garantiezins gilt bei klassischen Lebensversicherungsprodukten wie Kapitallebens- oder Rentenversicherungen - Fondspolicen sind nicht betroffen.

Unisex-Tarife - gleiche Preise für alle

Laut eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dürfen Versicherungen ab dem 21. Dezember 2012 bei der Berechnung ihrer Tarife nicht mehr nach Männern und Frauenunterscheiden. Warum? Weil die übliche Berücksichtigung des Geschlechts als „Risikofaktor“ vor allem Frauen diskriminiere, so die Richter des EuGH.

Typische Beispiele geschlechtsspezifischer Tarifierung:

  • Kfz-Versicherungen, Lebens- und Rentenversicherungen, Unfallversicherungen, private Krankenversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen.
  • Rentenversicherung: (Frauen leben länger = längerer Rentenbezug als Männer)
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: (höheres Gesundheitsrisiko in frauenspezifischen Berufen)
  • Private Krankenversicherung: (Frauen leben länger, gehen häufiger zum Arzt und verursachen mehr Kosten, v. a. bei Schwangerschaft und Entbindung/Stillzeit).

Hier zahlen Männer bislang mehr:

  • Risiko-Lebensversicherung: (höhere Wahrscheinlichkeit, dass Mann während der Vertragslaufzeit stirbt = häufigere Auszahlung an Bezugsberechtigte)
  • Kfz-Versicherung: (v.a. junge Männer fahren oft deutlich aggressiver = mehr Unfälle und höhere Kosten)

Was „Unisex“ für die Beiträge bedeutet:

Das Geschlecht darf keine Rolle mehr für die Ermittlung der Beitragshöhe spielen. Aber: Beruf, Vorerkrankungen usw. werden sich weiterhin auf die Höhe der Prämie auswirken. Der Bund der Versicherten betont, dass die neuen Unisex-Tarife nicht zu Einheitsbeiträgen führen: Beiträge werden angeglichen, so dass Frauen beispielsweise bei der Kfz-Versicherung mehr zahlen müssen als heute, aber bei den Ausgaben für ihren Schutz im Alter entlastet werden.

Nicht betroffen sind übrigens Sachversicherungen wie Hausrat, Rechtsschutz und Wohngebäude.

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