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Die Deutschen sind zu sorglos: Pillenpackungen müssen kleiner werden

Im Sinne der Verbraucher wurde entschieden, dass freiverkäufliche Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Diclofenac in Deutschland demnächst nur noch in Packungsgrößen verkauft werden, die für eine Therapie von höchstens vier Tagen reichen. Der Grund: Die Deutschen schlucken sorglos zu viele Schmerzmedikamente und wissen zu wenig über ihre Nebenwirkungen. Die Folgen können der Gesundheit schaden.

Alarmierend: Mindestens 3.300 Personen, darunter viele Kinder, müssen jedes Jahr im Krankenhaus behandelt werden, weil sie ohne ärztliche Aufsicht zu viele oder über einen zu langen Zeitraum Schmerzmedikamente eingenommen haben. Diese Zahl ist nur eine vorsichtige Schätzung, die Dunkelziffer dürfte noch höher sein.

Mit Schmerzmitteln wird in Deutschland einfach zu sorglos umgegangen – die Packungsbeilagen mit Risikohinweisen finden einfach zu wenig Beachtung. Einige Beispiele: Paracetamol – Marktführer der freiverkäuflichen Schmerzmittel – kann in falscher Dosierung schwere Leberschäden verursachen. Ibuprofren, Acetylsalicylsäure (auch bekannt als Aspirin) und Diclofenac haben mehrere, ganz unterschiedliche Nebenwirkungen - etwa Hautausschlag oder Veränderungen der Magenschleimhaut.

Weil bereits etliche Todesfälle durch Überdosis dokumentiert wurden, gilt für Paracetamol die Begrenzung der Tablettenanzahl pro Packung schon seit 2009. Als nächstes folgen nach einer Übergangszeit Ibuprofren, Acetylsalicylsäure und Diclofenac.

Warum vier Tage? Risiken bestehen vor allem dann, wenn Schmerzmittel ohne ärztliche Kontrolle über mehr als vier Tage eingenommen werden. Bei einem vier Tage anhaltenden Schmerz sei ohnehin der Gang zum Arzt angezeigt. Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln beeinflusst zudem negativ das Körpergefühl für Schmerzen. Andererseits soll nicht für jede Schmerzpille ein Arztbesuch nötig werden.

Befürworter der Packungsgrößen-Begrenzung hoffen vor allem auf einen psychologischen Effekt, denn schließlich können Verbraucher sich ein Schmerzmittel in unterschiedlichen Apotheken mehrfach kaufen.

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