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Scheidung: Auch Versicherungen gehen getrennte Wege

Wer nach einer Scheidung getrennte Wege geht, muss außerdem seine Versicherungen neu ordnen. Denn nach der rechtskräftigen Scheidung stehen auch bei Versicherungen und Vorsorge rechtliche Änderungen an. Was Sie beachten sollten, wenn Sie gemeinsame Versicherungen und Vorsorgeverträge entzweien.

Nach wie vor geht jede dritte Ehe in die Brüche und wird geschieden. Wenn Ehepaare sich scheiden lassen, gibt es neben viel Herzschmerz und Stress auch viel zu organisieren. Das gemeinsame Haus oder die gemeinsame Wohnung muss aufgelöst, der Hausrat und das Vermögen aufgeteilt werden. Für gemeinsame Kinder muss zudem eine Regelungen für das Sorge- und Besuchsrecht vereinbart werden.

Oft wird dabei übersehen, dass es noch mehr zu tun gibt. Denn eine Scheidung wirkt sich auch auf den Versicherungsschutz und die Altersvorsorge aus. Auch hier stehen rechtliche Änderungen an. In der Regel haben Ehepaare gemeinsame Versicherungen, in denen ein Partner als Versicherungsnehmer und einer als Mitversicherter eingetragen sind. Was viele nicht wissen: In dem Moment, in dem der gemeinsame Hausstand aufgelöst wird, entfällt die Mitversicherung in vielen Fällen. Wer sich trennt, sollte sich also noch bevor die Scheidung rechtskräftig ist, mit allen vorhandenen Versicherungspolicen und Vorsorgeverträgen befassen.

Überblick: Was sich nach einer Scheidung für Paare verändert:

Gesetzliche Krankenversicherung

Der mitversicherte Ehepartner muss sich nach der Scheidung selbst versichern. Sobald er von der bisherigen Krankenkasse darauf hingewiesen wird, dass er dort nun automatisch beitragspflichtig freiwillig versichert ist, kann er sich innerhalb von zwei Wochen eine andere Krankenversicherung suchen. Das lässt sich aber auch schon vorher regeln.

Kinder ohne eigenes Einkommen können unabhängig von ihrem Lebensmittelpunkt bei einem Elternteil mitversichert werden, egal ob dieses gesetzlich oder privat versichert ist.

Private Krankenversicherung

Beide Ex-Ehepartner können privat versichert bleiben, der Vertrag läuft weiter. Der bis zur Scheidung mitversicherte Partner erhält einen eigenen Vertrag, Kinder können mitversichert werden.

Private Haftpflichtversicherung

Versicherungsschutz besteht nur noch für den Ehepartner, der im Vertrag als Versicherungsnehmer genannt ist. Spätestens wenn die Scheidung rechtskräftig ist, muss der andere Ehepartner einen neuen Versicherungsvertrag für sich abschließen.

Hausratversicherung

Bleibt der Versicherungsnehmer in der gemeinsamen Wohnung oder dem gemeinsamen Haus wohnen, bleibt alles beim Alten. Zieht er aus, muss er lediglich den Umzug an die Versicherungsgesellschaft melden und behält den Vertrag. Zieht jedoch der mitversicherte Ex-Ehepartner aus, besteht kein Versicherungsschutz mehr für seinen Hausrat. Er muss sich bereits mit seinem Auszug um eine eigene Hausratversicherung bemühen.

Kfz-Versicherung

Für den Versicherungsnehmer ändert sich nichts. Er behält sowohl die Police als auch den Schadensfreiheitsrabatt. Für den bislang mitversicherten Ex-Ehepartner können jedoch Nachteile entstehen. Denn schließt er einen Versicherungsvertrag für ein eigenes Auto ab, wird er meist in die ungünstigste Schadensfreiheitsrabatt-Klasse eingestuft. Für ihn kann es sich lohnen, beim bisherigen Kfz-Versicherer nach einem anteiligen Schadensfreiheitsrabatt zu fragen.

Wohngebäudeversicherung

Wer im Grundbuch als Eigentümer einer Immobilie eingetragen ist, ist auch der Versicherungsnehmer einer Wohngebäudeversicherung. Sind dies beide Ex-Ehepartner, läuft die Versicherung des Gebäudes auch nach der Scheidung unverändert weiter. Behält oder übernimmt nur ein Partner die Immobilie, geht die Versicherung automatisch auf ihn über.

Altersvorsorge

Familiengerichte entscheiden im Scheidungsfall über die Aufteilung der Vermögenswerte eines Ehepaars. Dabei werden sämtliche Rentenansprüche beider Ehepartner nach dem Prinzip "Halbe-Halbe" geteilt – unabhängig davon, welche Anrechte auf Altersrente von beiden Partnern in der Ehe erworben wurden.

Lebensversicherungen

Hier gilt es für beide Partner im Scheidungsfall genau zu prüfen, welche Verträge sie abgeschlossen haben, und wie künftig damit umgegangen werden soll. Da dieses Thema nicht ganz einfach zu bewältigen ist, sollten sich beide Parteien Unterstützung von ihrem Versicherungsberater holen.

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