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Per Click bieten und kaufen – Wissenswertes rund um die Online-Auktion

Internetauktionen sorgen immer wieder für rechtliche Streitigkeiten. Verkäufern drohen Schadenersatzforderungen, Käufer ärgern sich über entgangene Schnäppchen oder müssen wider Willen den einmal gebotenen Betrag zahlen. ROLAND-Partneranwalt Clemens Adori von der Berliner Kanzlei Schulz Kluge Partner Rechtsanwälte erklärt, welche Rechte und Möglichkeiten Käufer und Verkäufer bei Online-Auktionen haben.

Gebot macht den Kaufvertrag schon perfekt

Bietet ein Verkäufer im Rahmen einer Online-Auktion einen Artikel im Netz an, gibt er damit ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags über diesen Artikel ab. Der Vertrag kommt nach Ende der Angebotsfrist mit demjenigen Kaufinteressenten verbindlich zustande, der das höchste Gebot abgegeben hat. "Wer bei einer Online-Auktion mitbietet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das Geschäft bereits dann wirksam ist, wenn er innerhalb der Auktionszeit das höchste Gebot abgeliefert hat", erklärt Clemens Adori. "Sich gegen die Ware zu entscheiden und vom Kauf zurückzutreten ist in der Regel dann nicht mehr möglich."

Angebotsrückzug nur in Ausnahmefällen möglich

Problemlos zurückziehen kann der Verkäufer sein Angebot nur, bevor das erste Gebot vorliegt. Nach Ende der Auktion – auch wenn sie vorzeitig beendet wurde – ist es zumeist nicht mehr möglich, vom Kaufvertrag zurückzutreten. Hiervon können sich allerdings Abweichungen ergeben, wenn die Versteigerungsplattform in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) andere Regelungen vorsieht. Daher sollten sich Auktionsteilnehmer die AGB immer vorab durchlesen. Stellt der Verkäufer während der Versteigerung fest, dass ihm die Ware abhanden gekommen ist und er sie deshalb nicht mehr liefern kann, kann er den Vertrag widerrufen. Gleiches gilt, wenn der Verkäufer bei der Angebotsbeschreibung aus Versehen falsche Angaben gemacht hat. Der ROLAND-Partneranwalt rät: "In diesem Fall sollte er sofort auf den Meistbietenden zugehen und den Irrtum erklären."

Schnäppchenjagd ist Käufern gegönnt

Ein preislich sehr niedriges Angebot kann ein Verkäufer hingegen nicht einfach zurücknehmen. Denn: Für die Käufer macht besonders die Schnäppchenjagd den Reiz von Online-Auktionen aus. Nur in ganz seltenen Ausnahmefällen ist es möglich, dass ein Angebot zurückgezogen werden kann, beispielsweise wenn der Wert der angebotenen Ware und Gebot in krassem Missverhältnis zueinander stehen. Das kann der Fall sein, wenn der Verkäufer sich etwa beim Preis vertippt hat, als er das Angebot eingestellt hat. Rechtsanwalt Adori rät: „Um zu vermeiden, das wertvolle Ware zum Schleuderpreis weggeht, sollte der Verkäufer sich bereits beim Angebot absichern, indem er einen angemessenen Mindestpreis festlegt. "Häufig wirbt ein Anbieter auch an mehreren Stellen gleichzeitig für seinen Artikel, um den bestmöglichen Preis zu erzielen. Es ist jedoch unzulässig, die angebotene Ware während einer Online-Auktion über einen anderen Weg zu verkaufen und dann das Angebot zurückzuziehen – auch hier ist der Käufer im Recht. "Wenn sich ein Verkäufer also für eine Online-Versteigerung entscheidet, sollte er zumindest während der Auktionszeit nicht noch andere Eisen im Feuer haben", so Clemens Adori.

Meistbietender hat Anspruch auf Ware oder Schadenersatz

Der höchstbietende Käufer hat Anspruch auf die Ware, die er ersteigert hat. Falls der Verkäufer die Übergabe verweigert und auf eine Mahnung nicht reagiert, kann der Käufer Schadenersatz verlangen. Dieser muss allerdings dem Wert entsprechen, den die Ware beim regulären Kauf hätte. "Das ist besonders für Käufer interessant, die bei einem hochwertigen Gegenstand ein Schnäppchen gemacht haben", erklärt der ROLAND-Partneranwalt. "Sie können vom Verkäufer verlangen, dass er ihnen den eigentlichen Marktwert der Ware zahlt – abzüglich des Schnäppchenpreises."

Mit freundlicher Genehmigung der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG

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