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15.02.2010 Lippenherpes hat im Winter Hochsaison

Viele Erwachsene haben im Winter mit den lästigen Herpes-Bläschen zu kämpfen. Kälte, Lichtmangel und Schnupfen schwächen in der dunklen Jahreszeit unser Immunsystem, und das Lippenherpes-Virus hat leichtes Spiel. Die gute Nachricht: Mit starken Abwehrkräften können Sie einen Herpes-Ausbruch verhindern.

Rund 90 Prozent aller Erwachsenen tragen hierzulande den Herpes-Erreger in sich, bei jedem dritten Erwachsenen bricht das Virus immer wieder aus. Die meisten Menschen infizieren sich schon im Kindesalter mit dem Herpes simplex-Virus Typ I. Krankheit, Stress, UV-Strahlen oder psychische Belastungen führen dann im Erwachsenenalter dazu, dass das Virus seinen Durchbruch feiert.

Ein geschwächtes Immunsystem macht es dem Herpes-Virus besonders leicht, es wird aktiv und an Lippen oder Nase entstehen kleine, schmerzhafte Bläschen. Erste Anzeichen sind Kribbeln, Brennen oder Jucken, die lästigen Symptome können mit speziellen Cremes oder Pflastern bekämpft werden. Doch Sie können auch vorbeugen: Ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung stärken die körpereigene Abwehr und machen es dem Herpes-Virus schwer. In der kalten Jahreszeit schützen Sie Haut und Lippen am besten zusätzlich mit fetthaltigen Cremes und Pflegestiften mit UV-Schutz.

Bricht das Virus aus, so ist dies zwar nicht gefährlich, aber unangenehm und schmerzhaft. Da Lippenherpes stark ansteckend ist, sollte man seine Lieben lieber verschonen. Das heißt in Akutzeiten: keine Küsschen, keine gemeinsamen Becherchen oder Trinkflaschen. Auch von einer gemeinsamen Zahnbürste sollte man lieber Abstand nehmen.

Wer sich selbst möglichst auch verschonen möchte, der ist mit viel Bewegung an der frischen Luft und gesunder Ernährung auf dem richtigen Weg. Vielfalt und Ausgewogenheit sind die Basis für eine gesunde Ernährung. Besonders im Winter gilt: gönnen Sie sich fünf Mal pro Tag frisches Obst und Gemüse. Schon kleine Portionen reichen aus. Setzen Sie jetzt vor allem auf heimisches Obst wie Äpfel und Birnen. Kohlgemüse, wie Rosen- und Grünkohl gibt es im Winter erntefrisch und sind ideale Vitaminlieferanten. Auch Rote Bete, Steckrüben und Pastinaken sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Mengen an Eisen und Ballaststoffen stecken in Feldsalat und Keimlingen von Soja- und Mungobohnen.

Wer’s bequem mag, kann beruhigt zu Gemüse aus der Tiefkühltruhe greifen. Da dieses direkt nach der Ernte blanchiert und schockgefroren wird, bleiben Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Allerdings liegt der Gehalt von Vitamin C rund ein Drittel niedriger. Diesen Verlust müssen Sie aber auch bei frischem Gemüse hinnehmen, sobald es drei Tage lang bei Zimmertemperatur gelagert wird.