5 Tipps für einen gelungenen Roadtrip

Einfach losfahren, den Alltag hinter sich lassen und Land und Leute kennenlernen. Roadtrips sind längst zu einer beliebten Urlaubsform geworden. Und das zu Recht: Kaum eine andere Art zu reisen bietet sich besser an, um mit relativ geringem Budget möglichst viel vom Urlaubsland zu sehen. Doch wo soll der Roadtrip stattfinden, welches ist das passende Fahrzeug und worauf ist bei der Reiseplanung sonst noch zu achten? Damit bei der romantischen Rundreise mit dem Auto nichts schiefgeht, haben wir 5 unverzichtbare Tipps für Sie und Ihre Reise zusammengestellt.

Tipp 1: Route planen – Versicherungscheck für den Krankheitsfall im Ausland
Selbst wenn der Roadtrip flexibel bleiben soll, kommen Reisende um zwei grundlegende Fragen nicht herum: Wohin soll die Reise gehen und wie lange soll die Reise dauern? Beide Fragen sind ausschlaggebend für den richtigen Versicherungsschutz im Krankheitsfall. Denn wer unbesorgt losfahren möchte, sollte für eine ärztliche Betreuung im Ausland oder einen möglichen Rücktransport nach Hause abgesichert sein. Die heimische gesetzliche oder private Krankenversicherung übernimmt Kosten für Krankheitsfälle üblicherweise nur in den Schengen-Staaten. Eine vollständige Übernahme aller Kosten ist allerdings auch hier nicht immer garantiert. Daher ist es ratsam, für Ihren Roadtrip eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Dauert Ihre Reise länger als 8 Wochen, sollten Sie über eine Auslandskrankenversicherung nachdenken.


Tipp 2: Das richtige Auto für einen Roadtrip: Das eigene Auto nutzen oder lieber mieten?
Soll der Roadtrip durch die abwechslungsreiche Natur Neuseelands, entlang der berühmten Route 66 in den USA oder durch die Weiten des australischen Outbacks führen? Für Roadtrips auf einem anderen Kontinent kommt in der Regel nur ein Fahrzeug infrage, das im Urlaubsland gemietet wird. Anders sieht es bei Reisen durch Europa aus. Hier sollte zunächst klar sein, ob der Roadtrip nur durch ein bestimmtes Land führen soll oder ob Sie die Tour in Ihrer Heimatstadt starten und dort auch wieder beenden. Im ersten Fall ist es in der Regel günstiger, dass Auto vor Ort zu mieten und via Flug oder Zug in das Reiseland zu gelangen. Dies gilt vor allem, wenn die Anfahrt zum eigentlichen Startpunkt schon 10 bis 12 Stunden dauert.

In beiden Fällen sollten Sie auf einen ausreichenden Kfz-Versicherungsschutz achten:


• Entscheiden Sie sich ein Auto zu mieten, sollten in Ihrem Mietangebot die folgenden Autoversicherungen enthalten sein: eine Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden am Auto des Unfallgegners, eine Vollkaskoversicherung (am besten ohne Selbstbeteiligung) für alle Schäden, die Sie selbst am Mietwagen verursachen, sowie eine Diebstahlversicherung. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro ratsam.

• Begeben Sie sich mit dem eigenen Auto auf Ihren Roadtrip, ist es eventuell notwendig, den deutschen Kfz-Versicherungsschutz zu erweitern. Klären Sie am besten vorab, wie weit Ihr Versicherungsschutz reicht und ob die Grüne Karte in Ihrem Urlaubsland gültig ist. Unbedingt ins Gepäck gehört auch ein Europäischer Unfallbericht. Dieser erleichtert bei einem Unfall die Schadensregulierung. Mehr zum richtigen Autoversicherungsschutz lesen Sie in unserem Ratgeber zur Kfz-Versicherung im Ausland.


Tipp 3: Andere Länder, andere Sitten: Verkehrsregeln beachten
Ob nun mit dem Mietwagen oder dem eigenen Auto – bevor der Roadtrip losgeht, ist es ratsam, sich über die Verkehrsregeln im Urlaubsland zu informieren. Wird auf der linken Seite gefahren? Wer hat wann und wie Vorfahrt? Wie hoch ist das Tempolimit? Hilfreiche Ratschläge und die wichtigsten Regeln finden Sie sowohl beim ADAC als auch bei den einzelnen Tourismusbehörden. Darüber hinaus können Sie eine Reiserechtschutzversicherung vor Ihrem Roadtrip abschließen, falls Sie noch nicht über eine Rechtschutzversicherung mit Auslandschutz verfügen. Sollte es einmal zu einem Streitfall im Ausland kommen, sind Sie damit abgesichert. Auch über mögliche Mautgebühren sollten Sie sich vor Ihrer Reise informieren, damit Ihr Roadtrip nicht an einer Mautstation ein jähes Ende erfährt, weil das Geld ausgegangen ist.

Tipp 4: Reicht der nationale Führerschein aus?
Bevor der Roadtrip losgeht, sollten Sie unbedingt prüfen, ob Ihr deutscher Führerschein in allen Ländern der Route gültig ist. In den meisten europäischen Ländern können Sie mit Ihrem üblichen nationalen Führerschein fahren und benötigen keinen speziellen internationalen Führerschein. In manchen Ländern wie Albanien, Moldawien, Russland oder der Ukraine wird jedoch empfohlen, einen internationalen Führerschein mit sich zu führen. Unbedingt erforderlich ist er in Neuseeland, Australien, Asien, Afrika sowie in Mittel- und Südamerika. In den USA regelt jeder Bundesstaat für sich, ob der europäische Führerschein reicht oder ein internationaler Führerschein notwendig ist. Benötigen Sie für Ihren Roadtrip einen internationalen Führerschein, können Sie dieses Zusatzdokument bei der örtlichen Führerscheinstelle oder dem Straßenverkehrsamt für 15 bis 20 Euro beantragen.

Tipp 5: Die Roadtrip-Checkliste
Um unbeschwert mit Ihrem Roadtrip starten zu können, raten wir abschließend, einige Dinge unbedingt im Gepäck zu haben und gewisse Punkte vor Ihrer Reise zu überprüfen. Haben Sie auch nichts vergessen? Zur Kontrolle haben wir hier eine Checkliste vorbereitet, die Sie ausdrucken, abhaken und individuell ergänzen können.

Im Auto:
• Warnweste, Warndreieck, Verbandskasten kontrolliert
• Starthilfekabel, Reserverad, Werkzeug und zusätzliches Benzin dabei
• Bremsflüssigkeit gewechselt
• Ölstand und Reifendruck geprüft
• Europäischer Unfallbericht in der eigenen Sprache und der des Urlaubslandes eingepackt

Wichtige Dokumente eingesteckt:
• Personalausweise oder Reisepass
• Führerschein, ggf. internationaler Führerschein
• Europäische Krankenversichertenkarte
• Kopie vom Versicherungsschein für Reisekrankenversicherung oder Auslandskrankenversicherung
• Grüne Versicherungskarte • Wichtige Telefonnummern

Sonstiges:
• Gepäck, das nicht mehr in den Kofferraum gepasst hat, ist auf der Rückbank mit Gurten abgesichert.
• Die Sicht nach hinten ist gut.
• Mögliche Mautgebühren sind bekannt.
• Die Reiseapotheke ist kontrolliert und alles Nötige ist vorhanden.
• Ein paar Liter Wasser für längere Fahrten sind eingepackt.
• Die Campingausrüstung ist vollständig, wenn nicht immer Hotel oder Hoster übernachtet werden soll.
• Bequeme Kleidung für die Autofahrt ist bereitgelegt.



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