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Hunde-Starter-Set: Diese Basics brauchen Sie beim Einzug eines Vierbeiners

Bei Ihnen zieht eine treue Fellnase ein? Super! Das wird ein spannendes Abenteuer – begleitet von Glücksgefühlen und auch ein bisschen Aufregung! Dennoch werden Sie sicherlich viele Fragen haben und sich Gedanken machen, bevor Sie Ihren Hund bei sich begrüßen. Schließlich wollen Sie nur das Beste für Ihren neuen besten Freund! Damit sich Ihr Vierbeiner schnell bei Ihnen einlebt und wohlfühlt, ist gar nicht viel nötig.

  • Zwei Schüsseln oder Näpfe für Futter und Wasser,
  • eine Leine und
  • ein Brustgeschirr oder Halsband.
  • Es schadet nicht, sich von allen Utensilien noch ein Reserveexemplar zuzulegen – schließlich ist eine Leine (je nach Material) schnell zerbissen oder geht verloren.

  • Zeckenzange/-schlinge/ -haken
  • eine Fellbürste
  • ein Erste-Hilfe-Täschchen
  • eine Transport- bzw. Autobox oder einen Auto-Sicherheitsgurt für Hunde, wenn Sie viel reisen oder für Spaziergänge in die Umgebung fahren
  • eine Decke, Kissen, kleine Matratze oder ein Hundekörbchen
  • ein paar Spielzeuge und Kau-Artikel für den Zeitvertreib
  • Kotbeutel
  • evtl. einen Maulkorb

Ihr Hund braucht einen Futter- und einen Wassernapf. Der Wassernapf sollte groß genug sein und ständig nachgefüllt werden, damit Ihre Fellnase immer genügend frisches Wasser hat.

Die Beschaffenheit der Näpfe ist prinzipiell egal - sie sollten nur zur Größe Ihres Hundes passen. Auch etwas Gewicht ist nicht schlecht, damit sie nicht verschoben oder umgeworfen werden können.

Bei großen Hunden lohnen sich höhenverstellbare Näpfe. Die sind bequemer zum Fressen und schonen Rücken und Gelenke. Dazu kann man einen ″normalen″ Napf aber auch auf einen Hocker oder Eimer stellen.

TIPP: Näpfe aus Porzellan, Keramik oder Steingut sehen zwar sehr hübsch aus, können aber zerbrechen und den Hund verletzen. Besser sind Näpfe aus Kunststoff oder Chrom, die nicht so leicht kaputt gehen.

Jeder Hundebesitzer braucht entweder ein Halsband oder ein Brustgeschirr und eine Leine für den eigenen Hund. Denn nur so können Sie Ihren Hund sicher ausführen.

Am Halsband kann man die Leine zum Gassi gehen und die jeweilige, in Deutschland verpflichtende Steuermarke für Hunde befestigen. Jeder Hund muss sie tragen, wenn er das Haus verlässt.

Ein Halsband können Sie außerdem sehr schnell und einfach an- oder ablegen. Je nach Situation können Sie Ihren Hund daran festhalten. Oftmals dient es auch einfach als hübsches Accessoire.

Im Gegensatz zum Halsband entlastet ein Geschirr den Zug auf den Hals Ihres Vierbeiners und verteilt ihn auf Brust und Rücken. Dadurch eignet es sich besonders für Spaziergänge mit jungen Hunden oder mit Vierbeinern, die stark ziehen. Durch den Rückensteg können Sie Ihren Hund schnell und leicht festhalten. Außerdem kann sich ein Hund nicht so leicht vom Geschirr "befreien" und entwischen.

Brustgeschirre gibt es in verschiedenen Ausführungen, z. B. mit Polsterungen oder breiten Bändern. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen und Ihrem Vierbeiner am besten gefällt.

TIPP: Halsbänder und Brustgeschirre gibt es in zahlreichen Varianten, "nur" schön oder auch mit Zusatznutzen: Zum Beispiel, wenn der Hundename und die Telefonnummer des Besitzers darauf gestickt sind - so können wichtige Informationen im Gegensatz zu einem Anhänger nicht verloren gehen. Aber egal, ob Sie sich für ein Halsband oder Geschirr entscheiden: Beides muss dem Hund passen. Nehmen Sie ihn also am besten beim Kauf mit und lassen Sie sich entsprechend beraten. Achten Sie auch darauf, dass alle Nähte gut verarbeitet sind und nicht scheuern.

Bei Hundeleinen gibt es Unterschiede:

Führleine: Als "verlängerter Arm" hilft Sie Ihnen, Ihren Hund zu steuern und zu kontrollieren, damit es nicht zu Unfällen, Raufereien mit Artgenossen oder unangenehmen Situationen kommt. Die Länge hängt dabei von Ihnen und Ihrem Hund ab. Probieren Sie aus, mit welcher Länge, welchem Material und welcher Schlaufenart Sie gut zurechtkommen. Tatsächlich schreiben einige kommunalen Verordnungen die Leinenlänge vor (bspw. max. 2 m im öffentlichen Raum, max. 1 m bei Menschenansammlungen).

Schleppleine: Wie der Name schon vermuten lässt, "schleppt" der Hund diese Leine hinter sich her. Sie eignet sich für Hunde, die man nicht oder noch nicht gefahrlos von der Leine lassen kann. Möchte Ihr Hund plötzlich ausreißen, können Sie schnell nach ihr greifen oder notfalls drauftreten. Gefährlich wird es allerdings, wenn der Hund losdüst und sich die Leine irgendwo verheddert – hier besteht Verletzungsgefahr.

Rollleine: Die Rollleine ist eine lange Leine, die sich in ihrem Griff selber aufrollt. Sie hat einen Stopper, der die Leine bei der Länge anhält, die man haben möchte. Durch einen Halter, bleibt die Leine automatisch auf dieser Länge. So kann Ihr Hund sich frei bewegen, doch Sie behalten die Kontrolle und können situationsbedingt durch den Stopper reagieren.

TIPP: Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Leinenpflicht und ggf. die maximal zulässige Leinenlänge in Ihrer Gemeinde.

Ob Decke, Körbchen, Matratze oder Kissen: Auch ein Hund braucht einen gemütlichen Platz zum Schlafen, Entspannen und als Rückzugsort. Da vor allem jüngere Hunde gern an Dingen herum kauen, sollten Sie hier erst einmal auf einen teuren Korb verzichten.

Ist Ihre Hundeschule oder der Tierarzt nicht fußläufig erreichbar, sollten Sie sich eine Transportbox zulegen. Viele Tierheime oder Tierschutzvereine verleihen ihre Boxen auch gegen eine kleine Spende. Wichtig ist, dass die Box groß genug für Ihren Hund ist: Er sollte sich problemlos hinstellen und drehen können.

Für Reisen oder längere Fahrten ist eine Kofferraum-Box sinnvoll. Es gibt auch spezielle Transport-/Autoboxen, die sich platzsparend zusammenfalten lassen, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

Alternativ gibt es auch Sicherheitsgurte für Hunde. Diese sind kostengünstig und können schnell und einfach mitgenommen, ausgetauscht und benutzt werden. Transportboxen sind hier jedoch deutlich sicherer. Hunde können sich versehentlich selber abschnallen, wenn sie auf den Gurtstecker treten oder bei einer starken Bremsung von der Autositzbank fallen und sich verletzen. Falls Sie einen Sicherheitsgurt für Ihren Hund verwenden wollen, achten Sie darauf, dass Sie diesen an einem Brustgeschirr für Ihren Hund befestigen. Wenn Sie den Gurt nur am Hundehalsband befestigen, besteht erhöhte Verletzungsgefahr.

Hunde müssen täglich beschäftigt werden. Dies funktioniert drinnen und draußen. Im Fachhandel finden Sie zahlreiche Spielzeuge, mit denen Sie das Gehirn Ihres Hundes auf Trab halten: Kongs, Snackbeutel und -bälle, (Intelligenz-) Spielzeug und sogar spezielle Hunde-Memorys werden angeboten.

Natürlich finden sich auf für den Outdoor-Bereich etliche Hilfsmittel, um den Hund während des "schnöden" Spaziergangs zu aktivieren. Bälle, Frisbees, Spiel-Taue, Plüschtiere, Gummiknochen … - die Auswahl ist riesig!

TIPP: Werden Sie kreativ! Aus einem mit alter Kleidung und Schuhen gefüllten Pappkarton können Sie eine wunderbare (Futter-) Suchkiste basteln.

Kauspielzeug und Stöcke sind bei Hunden oftmals beliebt – und das nicht ohne Grund: Sie fördern die Kaumuskulatur und reinigen die Zähne auf natürliche Art.

Spielen kann die Bindung zu Ihrem Hund noch weiter intensivieren. Dazu eignen sich z. B. Ballspiele oder Zerrspiele mit Hundeseilen oder – tauen. Lassen Sie Ihren Hund bei Zerrspielen auch mal gewinnen - sonst verliert er vielleicht den Spaß daran oder sieht Sie eher als Konkurrenten statt als Spielkameraden.

TIPP: Kaufen Sie nicht zu voreilig ein. Probieren Sie, falls möglich, erst einmal mit Leihmaterial aus, was Ihrem Hund gefallen könnte. Es nützt nichts, wenn Sie Ihrem Hund das teuerste Spielzeug besorgen und er es dann mit Nichtbeachtung straft. Lernen Sie Ihren Hund kennen, um zu verstehen, was er gerne hätte, was er benutzt und worüber er sich freut. Ungeliebtes Spielzeug oder sonstige Accessoires können Sie verkaufen oder einem Tierheim spenden.

Jetzt steht dem Einzug Ihres neuen vierbeinigen Mitbewohners nichts mehr im Wege! Viel Spaß beim gemeinsamen Erschnüffeln und Erkunden aller neuen Abenteuer, die auf Ihr Team zukommen werden!

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